mobbing am Arbeitsplatz

Mobbing am Arbeitsplatz – meine Erfahrung

Mobbing am Arbeitsplatz war  vor einigen Jahren noch die Ausnahme, jetzt ist Mobbing am Arbeitsplatz schon fast an der Tagesordung.

Mobbing am Arbeitsplatz ist ein weiterer Bericht zu „Mobbing an der Schule“ , wo ich den Werdegang von der Kindheit an bis in die Schülerebene genau beschrieben habe. Aus einem Schüler wird ein Lehrling, ein Arbeitnehmer und eventuell sogar ein Arbeitgeber.
Da wir in einer Welt leben, in der „Miteinander“ ein Fremdwort geworden ist und sogar das „Gegeneinander“ bestimmt, bleibt natürlich auch die Arbeitswelt nicht mehr davon verschont.

wie ich der Mobbinghoelle entkommen bin3Damit sind frustrierte und unglückliche Mitarbeiter natürlich in  großer Gefahr zu den Mobbingopfern zu gehören.
Unter den Mobbingattacken unterscheiden wir zwischen Opfer (den Gemobbten), und  Täter (die Mobber). Meistens sind die Täter Chefs, leitende Angestellte und die Opfer sind ihre Untergegebenen, also die Arbeitnehmer.

Was haben Opfer und Täter mit Mobbing am Arbeitsplatz miteinander gemeinsam?
Beide haben Probleme und Ängste, die sich in ihrer Kindheit aufgebaut haben und von Eltern, Geschwistern, Freunden und späteren Lehrern nicht wahrgenommen wurden bzw. nicht beachtet wurden.
Nicht in böser Absicht, sondern einfach aus Unwissenheit und Sorglosigkeit…

Der Unterschied zwischen Opfer und Täter :
Das Mobbing-Opfer hat eigene Ängste oder Probleme und übernimmt die Probleme, Ängste des Täters, indem er seinen Aufforderungen folge leistet. Oftmals auch aus Existensgründen und auch ohne Aussicht auf Besserung seiner verzwickten Lage.
Er ergibt sich seinem Schicksal, bis er durch Krankheit bzw. Frühpension diese belastenden Arbeitsbedingungen entgehen kann.

Der Mobbing-Täter hat ebenfalls eigene Ängste und Probleme, die in seiner Kindheit aufgebaut wurden.
Diese Täterfigur hat gegenüber dem Opfer im Moment noch einen großen Vorteil. Er baut seine Problemsituationen und Ängste über das Opfer ab. Er fühlt sich in diesem Moment sichtlich wohl, wenn er seine unterlegenen Mitarbeitern durch Drohung oder Beleidigung gefügig macht.

In diesem Moment hat er sich seiner Probleme und Ängste befreit, fühlt sich daher sehr erleichtert.
Doch dies hält nicht lange an. Ganz langsam fühlt er sich wieder schlechter , seine Probleme und Ängste kommen zurück, er braucht wieder ein Aha-Erlebnis,
indem er seinen untergebenen Mitarbeiter erneut pisackt.

Ich möchte Euch nun mein eigenes Erlebnis als Gemobbte schildern:
Als ökologische Landschaftsgärtnerin war ich jahrelang in einem Bereich einer Baumschule tätig, welchen ich aus Herzen liebte.
Der Kontakt mit den Kunden machte mir riesigen Spaß. Wo immer ich gerade tätig war, baute ich mir Stammkundschaft auf. Viele Kunden kamen immer dann, wenn ich Dienst hatte. Auch mit meinen Arbeitskollegen hatte ich keine Probleme.

Probleme mit den Arbeitskollegen gab es nur dann, wenn sie vom Chef gemobbt wurden und versuchten, ihren Ärger an mir auszulassen. Schnell erkannte ich, warum sie von heute auf morgen so ekelhaft wurden und sich extrem veränderten. Doch von Anfang an war ich ein Dorn im Auge der jeweiligen Chefs.
Ich bin eine forsche Person, eine leidenschaftliche Gärtnerin mit tollen Fachkenntnissen. Ich ließ mich von den Chefs nicht einschüchtern, sondern sagt stets meine Meinung. Das kam nicht besonders gut an.
Darum wechselte ich öfters mal die Baumschule. Entweder ich ging von selbst oder ich wurde gegangen.

In der letzten Baumschule war es besonders schlimm. Ich hatte in der Baumschule nur einige Mitarbeiter und die waren heillos überfordert. Es wurde von mir gefordert, mit ganz wenigen Freistunden in der Woche auszukommen. Manchmal schaffte ich es gerade noch , diese körperlichen Anstrengungen auszuhalten. Dazu kam eine tagelange Hitzewelle hinzu. Zwischen 6-8 Stunden tägliche Gießzeremonie und dazu noch den Verkauf zu bewältigen, brachte mich an das äußerste Limit.

Doch lange noch nicht genug. Ein Chef mußte seine eigene Problematik auch noch bei mir anbringen.
Also zum körperlichen Stress, der Hitze, das Gefühl der Ausbeutung kam noch der psychische Stress hinzu.

Ganz ehrlich, auf Dauer hält das kein Mensch aus. Gleichzeitig erkannte ich am eigenen Leib, wie durch solche Umstände Deppressionen und Burnout entstehen können.Körperlicher Stress mit eigenen Ängsten und psychischer Stress, hervorgerufen durch die eigene Problematik eines Chefs, prallt wie ein Feuerwerkskörper zusammen.
Das Ergebnis: massive Erschöpfungszustände, Arbeiten wie ein Roboter, Depression gefährdet und das Burnoutsyndrom macht sich bemerkbar.
Doch ich konnte mich trotz dieser Anstrengungen immer aufrecht halten, und was ganz wichtig ist: Ich behielt stets meine Persönlichkeit und ließ mich niemals psychisch demütigen oder herabsetzen.

Aufgrund vieler eigener Erfahrungen mit Mobbing am Arbeitsplatz in meinem gesamten Berufsleben war ich inspieriert, Situationen und wie ich damit umgegangen bin, in einem kleinen Büchlein niederzuschreiben.

Durch meine für mich speziellen Ausarbeitungen konne ich Situationen genau erkennen, annehmen und kann heute Menschen helfen, welche mit Mobbing am Arbeitsplatz oder generell Mobbing konfrontiert sind.
Du kannst Dir meinen Report „Wie ich aus der Mobbinghölle entkommen bin“ gerne kostenlos downloaden.

Ich wünsche jedem Chef und jedem Mitarbeiter aus diesen kniffligen Mobbing Situation herauszufinden.


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